Absegeln – mal wieder

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Jedenfalls der in Nordeuropa brauchbare Teil davon.

Letztes Wochenende war ich noch einmal unterwegs und die Bedingungen waren großartig. Wir waren zu zweit, Wetter hat gepasst, Stimmung war gut, Boot lief. Alles gut.

Hier ein kurzer Törnbericht auf meinem Yellowbrick-Blog.

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Mai-Törn

Sehr kurz entschlossen habe ich am 24. April bei Renz in Schleswig angerufen und ein Boot gechartert. Übernahmetag: 29. April. So schnell kann das gehen.

Bootsübernahme war dann am Dienstag nachmittag. Nachdem Christian die Einweisung abgeschlossen hatte ging er von Bord und ich war Herr über eine Etap 26i mit dem Namen “Balboa”. Keine Reminiszenz an Rocky, sondern eine Figur aus einem (mir allerdings unbekannten) Kinderbuch! Zum Ablegen war es zu spät, also wurde der Testschlag auf den nächsten Morgen verlegt.20140502-143230.jpg

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Winterschlaf beendet

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Von hier aus geht es am kommenden Dienstag los. Saisonstart für mich sind fünf Tage Schlei und dänische Südsee mit einer Etap 26.

Ich freu mich!

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Elba

Ich bin wieder hier. Die Insel hat ihren Charakter etwas verändert. Naja, die Insel vielleicht nicht. Aber die Besucher machen aus dem ruhigen Flecken Natur, den ich im April das erste mal besucht habe, einen typischen Sommerurlaubsort, wie er (fast) überall liegen könnte.
Überall Menschen. An der Küstenstraße parkende Autos auf jedem Meter. Fette Yachten liegen in den Buchten. Auf den meisten sind auch Leute.

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Trööööt

Und Schluss!

Das war die 24h Regatta des ASV 2013.

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Segelwotue?

Immer wieder findet man ja Posts von Bloggern, die kuriose Suchbegriffe in den Logs ihres Blogs ( Ui, ein Gedicht ;) ) finden. Ich hätte nicht gedacht, hier bei mir ebenfalls fündig zu werden. Jedoch: Da geht was!

:-)

Ich möchte hier mal meine Top Fünf bis Elf vorstellen und auch unmittelbar einen kostenlosen wenngleich wohlmeinenden Kommentar dazu abgeben.

“elba und häfen mit dalben”
Das ist einfach. Du läufst mit der ‘SY Elba’ einfach einen Hafen in Nordeuropa an. Das passt dann.

“segelwotue”
Hierzu stelle ich Dich gerne zu einem Mitarbeiter aus dem second level durch …

“denn die lübecker bucht hat ganz klar ihre vorteile: sie ist eines der besten segelreviere der welt”
Und auch eines der kleinsten. Gleich nach der Außenalster.

“was kostet im moment 1 zentner kartoffeln”
Hömma, Alder, das ist hier ein Segel-Blog …

“pieper oder prüsse”
Da mich keiner von Beiden bezahlt, wirst Du das selbst herausfinden müssen. Beider Boote schwimmen!

“welche ideen hat man zum thema regenpause”
Keine Ahnung. Mütze voll Schlaf? Seglerkoffer vernichten? Wann wirds mal wieder richtig Sommer?

“wordpress theme segeln”
Das würde mich auch interessieren.

Und dann war da noch: “jürg vollenweider segeln”
Wer immer das war: Melde Dich doch bitte. Gibt es die “Jan Mayen” noch?

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Es ist ein Kreuz mit der Kreuz

Am Wochenende kreuzten wir wieder auf der Trave. Diesmal flussabwärts.

Die Nacht auf Samstag hatten wir in der großen Holzwiek vor Anker verbracht. Traumhafter Abend. Jedenfalls, nachdem den wasserskiläuferziehenden Motorbratzen nach Anbruch der Dämmerung irgendwann der Sprit ausging. Eigentlich haben die zwischen der Wiek und dem Fahrwasser einen eigenen, abgesperrten Bereich, in dem sie sich austoben können. Jedoch gefiel es ihnen, um uns herum, die wir 50 m vom schilfbewachsenen Ufer entfernt vor Anker lagen, ihre Kreise zu drehen. Nun ja. Motorbootfahrer. Die (Vor?-) Urteile werden zementiert…

Der Nacht folgte ein traumhafter Morgen und Vormittag, den wir nutzten, die Wanten auf Spannung zu bringen. Tja, die Saison beginnt spät.

Gegen Mittag haben wir dann unter Segeln den Ankerplatz verlassen. Der Jockel blieb aus.

Die Kreuz bis Travemünde war traumhaft. An die hundert Segler überholten uns unter Maschine. Sie alle hatten es eilig, aus der Trave heraus zu kommen, um endlich segeln zu können…

Is it just me, dem das absurd vorkommt?

Vor dem Stülper Huk liegen am Westufer immer viele Boote vor Anker. Wir wendeten zwischen ihnen. Wir zogen freundliche Blicke auf uns, man winkte sich zu, und wir querten wieder das Fahrwasser Richtung Osten.

So ging das eine Weile.

Vor dem Steg des Lübecker Yachtclubs in Travemünde wurden wir bei einer weiteren Wende dann recht misstrauisch beäugt – aus zwei Augenpaaren, deren uniformierte Besitzer unseren Kurs in einem stark motorisierten RIB der Polizei kreuzten. Oder kreuzten wir ihren Kurs? Befanden wir uns auf der falschen Seite des Fahrwassers? Oder querten wir nur das Fahrwasser – zum wiederholten Male, zugegeben. Fragen über Fragen.

Drei Mann, die ihr sechzehn Meter langes Bötchen offenbar gut im Griff haben?
Drei potentielle Bußgeldzahler, die nicht wissen, wo sie hingehören?

Frage an meine drei bis sechs treuen Leser: Wie ist das eigentlich geregelt. Segeln darf man da. Aber gibt es ein “Rechtsfahrgebot”? Das wäre doch Unfug!

Die beiden Freunde und Helfer haben uns letztenendes auch nichts getan. Aber sie kuckten halt etwas komisch.

Den Rest des Tages verbrachten wir in der Lübecker Bucht. Abends liefen wir in den Niendorfer Stadthafen ein und fanden einen hervorragenden Liegeplatz zwischen einigen Tonnen Mahagoni. Es gibt schon noch schöne Schiffe an der Ostsee …

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Und dann habe ich noch etwas sehr schönes erlebt. Ich habe mir das Knie aufgeschlagen. Ach Mist, das wollte ich doch gar nicht sagen. Nein. Ganz anders. Mein Auto stand noch in Bad Schwartau. Und am Sonntag morgen würden zwei völlig unbekannte Menschen mit ihrem Auto kommen, die dann den Tag auf dem Elch verbringen wollten. Und abends hätten sie dann irgendwie wieder nach Niendorf zurück fahren müssen. Lösung: Ich fahre mit ihrem Auto nach Bad Schwartau, sie segeln dorthin und alle sind zufrieden. Win win, sozusagen. Die beiden müssen sich bloss bereit erklären, einem wildfremden Menschen, den sie nie zuvor gesehen haben, ihr Auto anzuvertrauen.

Ein Anruf vom Skipper am Samstag abend, und die Sache war geritzt. Einfach so. Großartig! So sind sie, die Segler!

Die Motorbratze von oben hätte ich nicht so einfach bekommen. Jede Wette! (Die Vorurteile sind halt gut zementiert …)

Das war ein schönes Wochenende!

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“Ich bin gesegelt”

Das ist ein Zitat und es hat mir gut gefallen. Gefunden habe ich es auf SY Sieben.

Dort kann man lesen:

Ich will durch einen 16 sm langen Sund aufkreuzen der vielleicht eine halbe Meile breit ist, in dem Berufsschifffahrt ohne Ende unterwegs ist und der Wind immer so dreht, das er genau von vorne kommt.Ich will im Hafen sein und sagen können “ICH bin gesegelt”.

Applaus, applaus.

Letztes Jahr habe ich einen Track aufgezeichnet, den Abschluss eines Wochenendtörns, der mir dazu gerade in den Sinn kommt. Solange es unter Segeln eben geht, bleiben die Tücher auch oben:

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Wer den Schaden hat,

spottet jeder Beschreibung.

Aber auch ohne Schaden, einfach durch das Bestreben, einen Solchen zu vermeiden, kann man sich durchaus schon Spott und Hohn zuziehen.

Leider, oder verdient?

Ich oute mich hier einfach mal: Ich trage auf Binnenseen schon bei wenig Wind und sowieso auf nicht vertrauten Booten eine Automatikweste. Das hat mir tatsächlich schon reichlich Gelächter eingebracht. Ich könnte das ja auch verstehen, wenn ich mit ‘nem Laser ablegen würde oder ‘nem 29er oder einem 420er oder irgendwas, das seinen Skipper regelmäßig abwirft. Irgendein Boot, bei dem der halbe Spaß das Wiederaufrichten ausmacht. Aber ich segle Zugvögel, Piraten oder mal eine Varianta 18. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal im Bach gelegen habe. Und da haben wir auch schon das stärkste Argument: Ich bin ein älteres Baujahr!

Ich gehöre der Generation an, aus der die meisten Opfer tödlicher Segelunfälle der letzten Jahre stammen. Ich bin 50+, körperlich nicht der Fitteste und trage 15 kg Übergewicht mit mir herum.

Was soll ich denn mit einer 50N Schwimmhilfe anfangen, mit der der 24-jährige Matchraceprofi prima bedient ist, der sich über meine 175N Automatikweste kaputt gelacht hat?

Wenn ich im April, auf der Alster, den Baum an den Kopf bekomme und ohne diese Weste über Bord gehe, dann stehen die Chancen gut, dass die professionellsten Helfer und Retter nur noch eine Leiche bergen können.

Und ‘das möchte ich nicht’.

Das möchte auch sonst keiner. Also mal den Ball flach halten, bitte!

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Schein und Wirklichkeit

Unlängst habe ich meiner Sammlung amtlicher Pappen ein weiteres Exemplar hinzufügen können: Ein ‘short range certificate’, kurz SRC genannt, welches mich berechtigt, für den Seefunkdienst in Verkehr gebrachte, auf Sportbooten installierte UKW-Funkanlagen zu bedienen.

Vor ein paar Tagen fragte mich unser Skipper, der das wusste, ob ich den Funkverkehr mit dem Hafen abwickeln wolle, in dem wir für die Dauer eines Mittagessens einen Liegeplatz brauchten. Klar wollte ich.

Keine 20 Minuten (!) später tönte es durch den nicht existierenden Äther: “Porto Portoferraio, Porto Portoferraio, this is Capriccio, Capriccio …”. Doch Porto Portoferraio strafte mich mit Mißachtung. Kurzer Blick zum Skipper: “Nochmal?” Nochmal! “Porto Portoferraio, …” – Nix.

Dann meinte der Skipper, ich könne es ja mal auf Kanal 9 versuchen. Der Fuchs, der wusste das. Hat mich aber machen lassen. Rechne ich ihm hoch an, ehrlich!

Den von mir gewählten Anrufkanal VHF 11 hatte ich übrigens aus dem Hafenhandbuch. Wir haben das dann schleunigst korrigiert. Und den Liegeplatz an Molo medici für zwei Stunden haben wir auch bekommen.

Und warum nun dauerte es fast 20 Minuten bis zum Anruf? Ich hatte die Bordbibliothek schon viermal von rechts auf links gekrempelt und wieder zurück ohne das Hafenhandbuch zu finden. Also rief ich den Skipper zu Hilfe. Ohne grosses Verständnis für mein Unvermögen kramte dieser aus dem Meter Bücher zwei dicke Wälzer hervor, die ich auch schon viermal in der Hand gehalten hatte. Den einen hatte ich als Bildband ‘Die schönsten Gärten der ligurischen Küste’, den anderen als Reiseführer ‘Elbas bedeutendste Bauruinen des Mittelalters’ eingeschätzt. Knapp daneben. Dann griff ich mir auch noch den Veralteten mit der falschen Frequenzangabe.

Das bringt mich nun zum eigentlichen Thema Scheine und was sie bedeuten – oder auch nicht.

An meinem Prüfungstag für den SRC vor wenigen Wochen ist angeblich jemand durchgefallen, weil er in der Bestätigung eines Notrufes auf Kanal 16 den Namen und das Callsign und zusätzlich noch die MMSI des Havaristen genannt hat. Die RR sagen aber: Entweder (Schiffsname und C/S) oder (MMSI).

Ob sich das nun tatsächlich so abgespielt hat oder ob es noch andere Gründe gab, den Kandidaten durchfallen zu lassen, das lasse ich mal dahin gestellt. Fakt ist aber, dass ich die Prüfung bestanden habe, ohne in der Lage zu sein, ein Hafenhandbuch zu finden und den Anrufkanal zu ermitteln. Ich habe ja noch nicht einmal jemals ein Hafenhandbuch in der Hand gehabt. Als unser Skipper das begriffen hatte, hat er sich sogar für seine Ungeduld bei mir entschuldigt. Er hat sich sowas einfach nicht vorstellen können. Verständlicherweise.

Mal ehrlich, liebe Verantwortliche und Würdenträger: Da läuft doch irgendwas nicht ganz rund, oder?

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