Die Rebellion holt Atem

Der erste Törn ist beendet, die Crew ist wieder zu Hause. Ich spekuliere: Eine Reise, die angetreten wurde, weil der Weg in das alte Leben zurück kaum möglich schien, hat sie jetzt zurück in ein ganz neues Leben gebracht. Ich denke mir, dass die Rebellen und ihr Skipper jetzt einiges ‘sacken lassen’ müssen. Justieren, zurechtrücken, ihren Platz finden. Ich kann das nur mutmaßen. Aber wenn es so ähnlich ist, dann wünsche ich euch viel Glück!

Ich habe eure Reise gern verfolgt. Danke dafür!

Ich glaube, dass es weitere Törns der Segelrebellen geben wird. Mit Marc Naumann und neuen Rebellen, der zweiten Generation sozusagen. 

Thomas Kaesbohrer wird vielleicht nicht dabei sein sondern andere Küsten ansteuern, keine Ahnung. Es wird bestimmt Berichte von Bord geben. Ob die aber so einfühlsam und gleichzeitig so mitreißend geschrieben sein werden? Wer weiß. Anyway, wer es nocht nicht getan hat, dem empfehle ich noch einmal: Unbedingt lesen. Und unbedingt weiterempfehlen. Und gern: Unterstützen!

Der Törn der Segelrebellen auf Mare Più

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Absegeln – mal wieder

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Jedenfalls der in Nordeuropa brauchbare Teil davon.

Letztes Wochenende war ich noch einmal unterwegs und die Bedingungen waren großartig. Wir waren zu zweit, Wetter hat gepasst, Stimmung war gut, Boot lief. Alles gut.

Hier ein kurzer Törnbericht auf meinem Yellowbrick-Blog.

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Mai-Törn

Sehr kurz entschlossen habe ich am 24. April bei Renz in Schleswig angerufen und ein Boot gechartert. Übernahmetag: 29. April. So schnell kann das gehen.

Bootsübernahme war dann am Dienstag nachmittag. Nachdem Christian die Einweisung abgeschlossen hatte ging er von Bord und ich war Herr über eine Etap 26i mit dem Namen “Balboa”. Keine Reminiszenz an Rocky, sondern eine Figur aus einem (mir allerdings unbekannten) Kinderbuch! Zum Ablegen war es zu spät, also wurde der Testschlag auf den nächsten Morgen verlegt.20140502-143230.jpg

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Winterschlaf beendet

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Von hier aus geht es am kommenden Dienstag los. Saisonstart für mich sind fünf Tage Schlei und dänische Südsee mit einer Etap 26.

Ich freu mich!

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Elba

Ich bin wieder hier. Die Insel hat ihren Charakter etwas verändert. Naja, die Insel vielleicht nicht. Aber die Besucher machen aus dem ruhigen Flecken Natur, den ich im April das erste mal besucht habe, einen typischen Sommerurlaubsort, wie er (fast) überall liegen könnte.
Überall Menschen. An der Küstenstraße parkende Autos auf jedem Meter. Fette Yachten liegen in den Buchten. Auf den meisten sind auch Leute.

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Trööööt

Und Schluss!

Das war die 24h Regatta des ASV 2013.

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Segelwotue?

Immer wieder findet man ja Posts von Bloggern, die kuriose Suchbegriffe in den Logs ihres Blogs ( Ui, ein Gedicht ;) ) finden. Ich hätte nicht gedacht, hier bei mir ebenfalls fündig zu werden. Jedoch: Da geht was!

:-)

Ich möchte hier mal meine Top Fünf bis Elf vorstellen und auch unmittelbar einen kostenlosen wenngleich wohlmeinenden Kommentar dazu abgeben.

“elba und häfen mit dalben”
Das ist einfach. Du läufst mit der ‘SY Elba’ einfach einen Hafen in Nordeuropa an. Das passt dann.

“segelwotue”
Hierzu stelle ich Dich gerne zu einem Mitarbeiter aus dem second level durch …

“denn die lübecker bucht hat ganz klar ihre vorteile: sie ist eines der besten segelreviere der welt”
Und auch eines der kleinsten. Gleich nach der Außenalster.

“was kostet im moment 1 zentner kartoffeln”
Hömma, Alder, das ist hier ein Segel-Blog …

“pieper oder prüsse”
Da mich keiner von Beiden bezahlt, wirst Du das selbst herausfinden müssen. Beider Boote schwimmen!

“welche ideen hat man zum thema regenpause”
Keine Ahnung. Mütze voll Schlaf? Seglerkoffer vernichten? Wann wirds mal wieder richtig Sommer?

“wordpress theme segeln”
Das würde mich auch interessieren.

Und dann war da noch: “jürg vollenweider segeln”
Wer immer das war: Melde Dich doch bitte. Gibt es die “Jan Mayen” noch?

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Es ist ein Kreuz mit der Kreuz

Am Wochenende kreuzten wir wieder auf der Trave. Diesmal flussabwärts.

Die Nacht auf Samstag hatten wir in der großen Holzwiek vor Anker verbracht. Traumhafter Abend. Jedenfalls, nachdem den wasserskiläuferziehenden Motorbratzen nach Anbruch der Dämmerung irgendwann der Sprit ausging. Eigentlich haben die zwischen der Wiek und dem Fahrwasser einen eigenen, abgesperrten Bereich, in dem sie sich austoben können. Jedoch gefiel es ihnen, um uns herum, die wir 50 m vom schilfbewachsenen Ufer entfernt vor Anker lagen, ihre Kreise zu drehen. Nun ja. Motorbootfahrer. Die (Vor?-) Urteile werden zementiert…

Der Nacht folgte ein traumhafter Morgen und Vormittag, den wir nutzten, die Wanten auf Spannung zu bringen. Tja, die Saison beginnt spät.

Gegen Mittag haben wir dann unter Segeln den Ankerplatz verlassen. Der Jockel blieb aus.

Die Kreuz bis Travemünde war traumhaft. An die hundert Segler überholten uns unter Maschine. Sie alle hatten es eilig, aus der Trave heraus zu kommen, um endlich segeln zu können…

Is it just me, dem das absurd vorkommt?

Vor dem Stülper Huk liegen am Westufer immer viele Boote vor Anker. Wir wendeten zwischen ihnen. Wir zogen freundliche Blicke auf uns, man winkte sich zu, und wir querten wieder das Fahrwasser Richtung Osten.

So ging das eine Weile.

Vor dem Steg des Lübecker Yachtclubs in Travemünde wurden wir bei einer weiteren Wende dann recht misstrauisch beäugt – aus zwei Augenpaaren, deren uniformierte Besitzer unseren Kurs in einem stark motorisierten RIB der Polizei kreuzten. Oder kreuzten wir ihren Kurs? Befanden wir uns auf der falschen Seite des Fahrwassers? Oder querten wir nur das Fahrwasser – zum wiederholten Male, zugegeben. Fragen über Fragen.

Drei Mann, die ihr sechzehn Meter langes Bötchen offenbar gut im Griff haben?
Drei potentielle Bußgeldzahler, die nicht wissen, wo sie hingehören?

Frage an meine drei bis sechs treuen Leser: Wie ist das eigentlich geregelt. Segeln darf man da. Aber gibt es ein “Rechtsfahrgebot”? Das wäre doch Unfug!

Die beiden Freunde und Helfer haben uns letztenendes auch nichts getan. Aber sie kuckten halt etwas komisch.

Den Rest des Tages verbrachten wir in der Lübecker Bucht. Abends liefen wir in den Niendorfer Stadthafen ein und fanden einen hervorragenden Liegeplatz zwischen einigen Tonnen Mahagoni. Es gibt schon noch schöne Schiffe an der Ostsee …

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Und dann habe ich noch etwas sehr schönes erlebt. Ich habe mir das Knie aufgeschlagen. Ach Mist, das wollte ich doch gar nicht sagen. Nein. Ganz anders. Mein Auto stand noch in Bad Schwartau. Und am Sonntag morgen würden zwei völlig unbekannte Menschen mit ihrem Auto kommen, die dann den Tag auf dem Elch verbringen wollten. Und abends hätten sie dann irgendwie wieder nach Niendorf zurück fahren müssen. Lösung: Ich fahre mit ihrem Auto nach Bad Schwartau, sie segeln dorthin und alle sind zufrieden. Win win, sozusagen. Die beiden müssen sich bloss bereit erklären, einem wildfremden Menschen, den sie nie zuvor gesehen haben, ihr Auto anzuvertrauen.

Ein Anruf vom Skipper am Samstag abend, und die Sache war geritzt. Einfach so. Großartig! So sind sie, die Segler!

Die Motorbratze von oben hätte ich nicht so einfach bekommen. Jede Wette! (Die Vorurteile sind halt gut zementiert …)

Das war ein schönes Wochenende!

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“Ich bin gesegelt”

Das ist ein Zitat und es hat mir gut gefallen. Gefunden habe ich es auf SY Sieben.

Dort kann man lesen:

Ich will durch einen 16 sm langen Sund aufkreuzen der vielleicht eine halbe Meile breit ist, in dem Berufsschifffahrt ohne Ende unterwegs ist und der Wind immer so dreht, das er genau von vorne kommt.Ich will im Hafen sein und sagen können “ICH bin gesegelt”.

Applaus, applaus.

Letztes Jahr habe ich einen Track aufgezeichnet, den Abschluss eines Wochenendtörns, der mir dazu gerade in den Sinn kommt. Solange es unter Segeln eben geht, bleiben die Tücher auch oben:

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Wer den Schaden hat,

spottet jeder Beschreibung.

Aber auch ohne Schaden, einfach durch das Bestreben, einen Solchen zu vermeiden, kann man sich durchaus schon Spott und Hohn zuziehen.

Leider, oder verdient?

Ich oute mich hier einfach mal: Ich trage auf Binnenseen schon bei wenig Wind und sowieso auf nicht vertrauten Booten eine Automatikweste. Das hat mir tatsächlich schon reichlich Gelächter eingebracht. Ich könnte das ja auch verstehen, wenn ich mit ‘nem Laser ablegen würde oder ‘nem 29er oder einem 420er oder irgendwas, das seinen Skipper regelmäßig abwirft. Irgendein Boot, bei dem der halbe Spaß das Wiederaufrichten ausmacht. Aber ich segle Zugvögel, Piraten oder mal eine Varianta 18. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal im Bach gelegen habe. Und da haben wir auch schon das stärkste Argument: Ich bin ein älteres Baujahr!

Ich gehöre der Generation an, aus der die meisten Opfer tödlicher Segelunfälle der letzten Jahre stammen. Ich bin 50+, körperlich nicht der Fitteste und trage 15 kg Übergewicht mit mir herum.

Was soll ich denn mit einer 50N Schwimmhilfe anfangen, mit der der 24-jährige Matchraceprofi prima bedient ist, der sich über meine 175N Automatikweste kaputt gelacht hat?

Wenn ich im April, auf der Alster, den Baum an den Kopf bekomme und ohne diese Weste über Bord gehe, dann stehen die Chancen gut, dass die professionellsten Helfer und Retter nur noch eine Leiche bergen können.

Und ‘das möchte ich nicht’.

Das möchte auch sonst keiner. Also mal den Ball flach halten, bitte!

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